Ich muss jetzt mal Werbung in eigener Sache machen: Gestern ist endlich der Blog für das grossartige Seminar «Politik ist eine Kunst» online gegangen. Das ist mein Mammutprojekt für den März, und hoffentlich ein wiederkehrendes Ereignis in Berlin. Dieses Jahr: Politik und Kunst. Wird super. Anmeldewilligen und Interessenten kann ich getrost den Betreiber von PieK anempfehlen, der auch diesen Blog hier schreibt.
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Jan 17, 2010
Jan 8, 2010
the happening world
Auf edge.org war die Frage des Jahres, ja eigentlich des Jahrzehnts: Wie hat das Internet dein Denken verändert? Diese Frage hat sich jetzt auch in der FAZ niedergeschlagen, in deren Feuilleton der bekennende Internet-Nichtversteher und Feuilleton-Redaktionsleiter Frank Schirrmacher einige der Meinungen von edge.org komponiert. Wie das Internet Schirrmachers Denken beeinfluss hat, lesen wir zum Glück nicht, aber das lässt sich jederzeit anhand seines neusten Buchs veranschaulichen.
Die Stellungsnahmen zur Lotteriefrage von edge.org sind gut ausgesucht und widerspiegeln die Bandbreite, die das Netz besitzt und auf deren voller Länge es unser Leben bestimmt. Einige der Kommentatoren geben sich dem sehenden Auges hin, andere sind in ihrem Handeln vorsichtiger und verordnen sich auch mal netzfreie Wochen. Die Veränderungen, die ich an Mitmenschen beobachte und die ich stets auf den Einfluss der Medien und des Internets zurückführe, tauchen auch in den Texten auf:
A) "Is Google making me stupid?" Aufmerksamkeitsspanne schrumpft, Tiefe der Überlegungen sinkt (ein Unvermögen, dass sich aus Abgelenktheit und physiologischen Ursachen her speist, ein Problem der Hardware also auch), Denken wird seichter.
B) Wo früher die intellektuelle Avantgarde sich über die oberflächlichen Menschen stellte, ist sie heute selbst dort angekommen.
C) Einzigartigkeit geht verloren, da sich viele darauf beschränken, auf Gemeinplätzen zueinander Stellung zu beziehen.
D) Für Informationsbeschaffung werden keine sozialen Fähigkeiten mehr benötigt (Colbert Nation 2006, es geht um online Rollenspiele: «With D&D available on the internet now, today's junior high school pupils are relieved of the agony of any human contact.»
Die Stellungsnahmen zur Lotteriefrage von edge.org sind gut ausgesucht und widerspiegeln die Bandbreite, die das Netz besitzt und auf deren voller Länge es unser Leben bestimmt. Einige der Kommentatoren geben sich dem sehenden Auges hin, andere sind in ihrem Handeln vorsichtiger und verordnen sich auch mal netzfreie Wochen. Die Veränderungen, die ich an Mitmenschen beobachte und die ich stets auf den Einfluss der Medien und des Internets zurückführe, tauchen auch in den Texten auf:
A) "Is Google making me stupid?" Aufmerksamkeitsspanne schrumpft, Tiefe der Überlegungen sinkt (ein Unvermögen, dass sich aus Abgelenktheit und physiologischen Ursachen her speist, ein Problem der Hardware also auch), Denken wird seichter.
B) Wo früher die intellektuelle Avantgarde sich über die oberflächlichen Menschen stellte, ist sie heute selbst dort angekommen.
C) Einzigartigkeit geht verloren, da sich viele darauf beschränken, auf Gemeinplätzen zueinander Stellung zu beziehen.
D) Für Informationsbeschaffung werden keine sozialen Fähigkeiten mehr benötigt (Colbert Nation 2006, es geht um online Rollenspiele: «With D&D available on the internet now, today's junior high school pupils are relieved of the agony of any human contact.»
Dec 17, 2009
the happening world
Abschalten. Urlaub. Die politischen Einträge des Readers, die sonst aufgrund ihrer Brisanz, dem generellen Interesse meinerseits oder einfach wegen einer humorvollen Aufmachung stets veschlungen werden, einfach alle löschen, kurz die Kultur- und Ausgeh-News überfliegen, um eine Café-Neuentdeckung für die Feiertage festzuhalten, und dann: zurücklehnen. Abschalten. Ausmachen.
Urlaub.
Urlaub.
Dec 9, 2009
the happening world
Endlich zurück zu wirklich fundamentalen Dingen und Fakten abseits von Zuwanderungsproblemen und gestörter Befindlichkeit: Auf starke-meinungen gibt es einen interessanten Kommentar zu der Klima-Hysterie, die in Kopenhagen gerade zu erklecklichen CO2-Emissionen führt (via politikplatschquatsch). Die Erkenntnisse, die der Email-Hack bei den Klimaforschern in England zutage gefördert hat, sind nur das jüngste Zeugnis einer wachsenden Aufmerksamkeit, die die Blogger und Bürger der Politik und den Medien entgegenbringen. Mich erschreckt selber, mit welcher unkritischen Art ich Informationen aus der Klimaforschung aufnehme, wo ich doch das Hinterfragen als grundlegende Technik in meinem Studium lerne und anwende. Vielleicht zeigt die ständige Beschallung durch Greenpeace und WWF sowie die deutsche Gründlichkeit in Aufarbeitungsfragen langsam eine Wirkung. Wie dem auch sei; CO2 ist das Waldsterben von heute, nein, schlimmer, das Waldsterben der nächsten Generation: Global im Ansatz, global in der Umsetzung und finanziell auf einem Niveau, das locker auf Augenhöhe mit bei der Finanzkrise eingedampften Hedge-Fonds-Summen liegt. Dass eine Technologieentwicklung stattfindet, die abseits der fossilen Ressourcen zur Anwendung kommt, ist vielleicht das Beste daran. Zu dem Schluss, dass es für eine ernsthafte Umsattelung auch langsam Zeit wird, könnte man allerdings auch kommen, indem man sich einfach mal die Verknappung dieser Rohstoffe in den nächsten 100, 200 Jahren überlegt. Aber nein, die Endlichkeit von Erdöl und Gas sind nicht der Grund, weswegen jetzt beispielsweise Renault gleich eine ganze Flotte von Null-Emissions-Autos vorgestellt hat, die 2011 auf dem Markt sein sollen. Klimaschutz ist Mode geworden, und daran sind die Politiker dieser Ressorts nicht unschuldig. Dabei haben sie ihre ureigenen Beweggründe, wie Klaus Kocks zeigt: «Die ganze politische Klasse hat gelernt, dass sich auf dem Klimaticket gut reisen lässt. Die Pressesprecherin von Lothar de Maiziére ist so Kanzlerin geworden, und der von Schröder geschnittene Harzer Roller Sigmar Gabriel Parteivorsitzender; nun also Röttgen, der sich so davor schützt, als Lobbyist beim BDI dienen zu müssen.» Ihre berufliche Ereiferung hat auch gute Seiten, wie Renault eindrucksvoll beweist. Und ganz nebenbei kommen die Autohersteller mit ihrer massiven Umrüstung völlig unbemerkt an der Frage vorbei, warum sie das Programm nicht eher in Angriff genommen haben.
Dennoch bleibt bei der ganzen Diskussion die Legitimierung unangesprochen. Ist CO2 am Klimawandel schuld? Nützen die Techniken, die wir dagegen aufbringen? Halb durch den Kommentar gelesen, schreibe ich einem Bekannten, der Seminare zu Nachhaltigkeit organisiert und das Ganze in einen persönlich-emotionalen, spirituellen Rahmen stellt. Er sollte diese Unschlüssigkeit, die die ganze Chose mit sich bringt, als Motor für seine Arbeit nutzen. Die Sinnfrage von Klimaschutz ist hinfällig, wenn Nachhaltigkeit das Ziel ist.
Zwei Zeilen später ist der Autor auch bei dieser Erkenntnis.
Dennoch bleibt bei der ganzen Diskussion die Legitimierung unangesprochen. Ist CO2 am Klimawandel schuld? Nützen die Techniken, die wir dagegen aufbringen? Halb durch den Kommentar gelesen, schreibe ich einem Bekannten, der Seminare zu Nachhaltigkeit organisiert und das Ganze in einen persönlich-emotionalen, spirituellen Rahmen stellt. Er sollte diese Unschlüssigkeit, die die ganze Chose mit sich bringt, als Motor für seine Arbeit nutzen. Die Sinnfrage von Klimaschutz ist hinfällig, wenn Nachhaltigkeit das Ziel ist.
Zwei Zeilen später ist der Autor auch bei dieser Erkenntnis.
Sep 29, 2009
the happening world
Fuer die Schweizer ist die heisseste Frage in dieser Jahreszeit, von wem sie kuenftig verbale Drohungen hinnehmen muss. Bange titeln die Zeitungen: Wer wird Finanzminister? Solms oder zu Guttenberg?
Jul 14, 2009
Fast Sarajevo I
Die Hinreise war schon komplett geplant und gebucht, was so früh vor Reiseantritt auch für mich ein Novum war. Egal, ich sagte mir, dass da nichts dazwischen kommen kann, und freute mich auf die Nachtfahrten nach Budapest und weiter nach Belgrad. Dann kam aber doch etwas dazwischen, und nach reichlicher Überlegung kürzte ich meinen Urlaub, um die ersten beiden Augustwochen an der Ostseeküste in Europas Norden zu verbringen. Es werden wieder reisereiche Wochen. Als jemand, der bei Flügen gern in der Reihe mit den Notausgängen sitzt, weil dort die Beinfreiheit am besten ist, zögerte ich davor, die knapp 20 stündige Busfahrt nach Riga auf mich zu nehmen. Lieber zahlte ich 50 Euro drauf, fliege bequem von Tegel und habe auf der Rückfahrt einen Tag Zwischenstop in Berlin, um das Gepäck zu wechseln. Die Zugtour wurde auch kurzerhand umgebucht, was 15 Euro extra kostete, dafür fahre ich von Budapest nach Belgrad jetzt tagsüber.
Jun 27, 2009
Fast Berlin XIII
Mit einem kräftigen «Juut» wird Bilanz gezogen über die Anstrengungen des heutigen Tages. Jetzt, mittendrin zwischen Umziehen, Einkaufen, Organisieren und Ausgehen kommt einem solch ein erlösendes Eingeständnis des Erfolgs nichts leicht über die Lippen, nichtsdestotrotz: Berechtigt ist es. Glücklicherweise wächst die Anzahl der Taschen mit der Zunahme der Habseligkeiten. Glücklicherweise werden die Wege immer kürzer. Glücklicherweise kommen helfende Hände und zusätzliche Einrichtungsgegenstände im rechten Moment. Glücklicherweise schrumpft für ein paar Tage der Zukunftshorizont auf einige Stunden. Glücklicherweise geschieht all dies und noch viel mehr hier, in Berlin.
Jun 21, 2009
Konferenz der Tiere I
Erstmal die Rückschau, denn vielleicht lässt sich in der Retroperspektive der Kulturschock am besten verstehen. Samstagnacht gegen ein Uhr, S9 von Schönefeld. Den Fehler gemacht, von Warschauer Strasse mit M10 bis vor die Haustür fahren zu wollen. Das ist ja so ziemlich die schlimmste Route, die einem die Alkohol- und Identitätsprobleme einer partyfreudigen Hauptstadt bis auf Riechnähe entgegenbringt. Hier, eingequetscht zwischen stinkenden, gröhlenden, an die Scheiben der Tram hämmernden und an Stationshäuschen pinkelnden, lebendigen Alkoholleichen, bekamen die letzten sieben Tage ihren finalen Kontrast. Es kann ja nicht alles nur in Regenbogenfarben gemalt werden. Dennoch sind die Vorstellungen, Überlegungen und Bemühungen zur Paradigmenüberbrückung zu essentiell und zu langlebig, als dass sie so einfach aufgegeben würden.
Von nun an gibt es also News aus der Schnittstelle von Wissenschaft und Spiritualität. Was dieser Blog bis zu einem gewissen Grad ja auch ist. Worum geht es dabei? To make it short: Wissenschaftler, die eine spirituelle Form gefunden haben, werden nachhaltigere, sinvollere und humanfreundlichere Technologie entwickeln. Auf diese Weise ermöglichen sie es den Menschen, die sie benutzen, sich diese Eigenschaften anzueignen. Im Grunde geht es darum, die Welt zu retten, und dafür sowohl eine Technik als auch eine Philosophie zu entwickeln. Seltsamerweise waren die rund 120 Teilnehmer der "International Conference on Science&Spirituality in Cortona, IT" zurückhaltend genug, das kaum zu erwähnen.
Von nun an gibt es also News aus der Schnittstelle von Wissenschaft und Spiritualität. Was dieser Blog bis zu einem gewissen Grad ja auch ist. Worum geht es dabei? To make it short: Wissenschaftler, die eine spirituelle Form gefunden haben, werden nachhaltigere, sinvollere und humanfreundlichere Technologie entwickeln. Auf diese Weise ermöglichen sie es den Menschen, die sie benutzen, sich diese Eigenschaften anzueignen. Im Grunde geht es darum, die Welt zu retten, und dafür sowohl eine Technik als auch eine Philosophie zu entwickeln. Seltsamerweise waren die rund 120 Teilnehmer der "International Conference on Science&Spirituality in Cortona, IT" zurückhaltend genug, das kaum zu erwähnen.
Mar 24, 2009
Krieg der Zeitungen
Nicht genug damit, dass die Zeitungen in der Krise um ihr Überleben kämpfen; jetzt wird auch noch darüber gestritten, wie sie denn zu retten seien. Da werden düstere Zukunftsbilder gemalt, hier werden etwas frohere Visionen präsentiert, und in all diesem Hin und Her wird an dritter Stelle nochmal konstatiert, dass die papierne (nicht notwendigerweise täglich erscheinende) Form der Wissensspeicherung soviele Vorzüge hat, ja, sich damit sogar Amokläufe verhindern liessen. Ganz abgesehen vom erotischen Charakter eines mit Büchern vollgestopften Zimmers, das man dann «seine Bibliothek» nennen darf.
Also wirklich! Das gerade wieder mal im europäischen Markt angelangte eBook weckt Emotionen. Schon wieder wird der Tod der Zeitungen herbeiprophezeit. Das hatten wir alles schonmal. Und damals lautete die Grussformel an den Print-Sensemann: Mehr Diversifikation des alten Mediums, und mehr Qualität. Gleiches gilt allerdings auch für online-Berichterstattung. So, wie in diesen Blogs teilweise pauschal abgeurteilt wird, muss es ganz den Anschein haben, als ob sich die Journalisten-Branche gleich selbst ins Grab redet.
Also wirklich! Das gerade wieder mal im europäischen Markt angelangte eBook weckt Emotionen. Schon wieder wird der Tod der Zeitungen herbeiprophezeit. Das hatten wir alles schonmal. Und damals lautete die Grussformel an den Print-Sensemann: Mehr Diversifikation des alten Mediums, und mehr Qualität. Gleiches gilt allerdings auch für online-Berichterstattung. So, wie in diesen Blogs teilweise pauschal abgeurteilt wird, muss es ganz den Anschein haben, als ob sich die Journalisten-Branche gleich selbst ins Grab redet.
Mar 22, 2009
Malen nach Zahlen
Vielleicht wird das Jahr 2009 schlussendlich positiv in Erinnerung bleiben, weil viele Menschen ihr Zahlenverständnis mal um einige Grössenordnungen nach oben erweitert haben. Diesen Eindruck hat zumindest, wer im Wirtschaftsteil der Samstagsausgabe eine Erklärbox findet, in der nochmal der Reihe nach aufgezählt wird:
Million - 1'000'000
Milliarde - 1'000'000'000
Billion - 1'000'000'000'000
Billiarde - 1'000'000'000'000'000
usw.
Kleinlich dagegen erscheinen die vom Autor geäusserten Bedenken bezüglich der Sprachen- oder wohl eher Zahlenverwirrung zwischen Deutsch und Englisch. Was den Anglosachsen nämlich die «billion» ist, wird bei uns noch «Milliarde» genannt. Wo ist da der Unterschied, wenn in derselben Zeitung schon im Deutschen die Begriffe «Million» und «Milliarde» vertauscht werden, so wie am Donnerstag bei der Berichterstattung über die Konjunkturhilfen. Auf der nach oben ohnehin offenen Finanzmarktstabilisierungsskala ist diese Differenz unbedeutend. Immerhin plädiert der Autor anschliessend dafür, dass die Finanzmärkte auf jene Zählweise zurückgreifen sollten, die auch in der Naturwissenschaft Verwendung findet: das Zählen in Potenzen. Wenn die Banken gleich zu Beginn einige echte Mathematiker eingestellt hätten, wäre es vielleicht gar nicht erst zu dieser Krise gekommen.
--
Apropos Krise: aus der F.A.S.
«Wenn noch mal irgendwer das Wort "Krise" in den Mund nimmt, kriegt er von uns ein Buch an den Kopf, und wenn er Pech hat, ist es das von Kurt Beck. Einem muss ja jetzt endlich mal die Schuld gegeben werden an der miesen Lage und an der miesen Laune; und wenn es die Banker nicht sind und der Kapitalismus nicht sein darf - wir hätten da durchaus jemanden auf dem Kieker: Denn wenn die Bankenkrise in Wahrheit eine Vertrauenskrise ist, dann ist das zwar möglicherweise
auch ein Problem für die Wirtschaft, eigentlich nennt man den Sachverhalt aber Literatur, und zwar schlechte: Um beim besten Willen nicht mehr daran glauben zu können, was an Versprechungen so alles auf Papier gedruckt wird, braucht man noch nicht mal unbedingt eine Aktie, ein Zertifikat oder einen Geldschein - das Gesamtwerk von Hans-Olaf Henkel tut es zum Beispiel auch.»
Million - 1'000'000
Milliarde - 1'000'000'000
Billion - 1'000'000'000'000
Billiarde - 1'000'000'000'000'000
usw.
Kleinlich dagegen erscheinen die vom Autor geäusserten Bedenken bezüglich der Sprachen- oder wohl eher Zahlenverwirrung zwischen Deutsch und Englisch. Was den Anglosachsen nämlich die «billion» ist, wird bei uns noch «Milliarde» genannt. Wo ist da der Unterschied, wenn in derselben Zeitung schon im Deutschen die Begriffe «Million» und «Milliarde» vertauscht werden, so wie am Donnerstag bei der Berichterstattung über die Konjunkturhilfen. Auf der nach oben ohnehin offenen Finanzmarktstabilisierungsskala ist diese Differenz unbedeutend. Immerhin plädiert der Autor anschliessend dafür, dass die Finanzmärkte auf jene Zählweise zurückgreifen sollten, die auch in der Naturwissenschaft Verwendung findet: das Zählen in Potenzen. Wenn die Banken gleich zu Beginn einige echte Mathematiker eingestellt hätten, wäre es vielleicht gar nicht erst zu dieser Krise gekommen.
--
Apropos Krise: aus der F.A.S.
«Wenn noch mal irgendwer das Wort "Krise" in den Mund nimmt, kriegt er von uns ein Buch an den Kopf, und wenn er Pech hat, ist es das von Kurt Beck. Einem muss ja jetzt endlich mal die Schuld gegeben werden an der miesen Lage und an der miesen Laune; und wenn es die Banker nicht sind und der Kapitalismus nicht sein darf - wir hätten da durchaus jemanden auf dem Kieker: Denn wenn die Bankenkrise in Wahrheit eine Vertrauenskrise ist, dann ist das zwar möglicherweise
auch ein Problem für die Wirtschaft, eigentlich nennt man den Sachverhalt aber Literatur, und zwar schlechte: Um beim besten Willen nicht mehr daran glauben zu können, was an Versprechungen so alles auf Papier gedruckt wird, braucht man noch nicht mal unbedingt eine Aktie, ein Zertifikat oder einen Geldschein - das Gesamtwerk von Hans-Olaf Henkel tut es zum Beispiel auch.»
Jan 20, 2009
«I have an electronic dream»
«On this day, we gather because we have chosen hope over fear, unity of purpose over conflict and discord.»
Nov 26, 2008
Nachwort: 21. März 2008
«Ämter meide ich ja im Allgemeinen. Alltag und so ist sicherlich okay, also für mich nach diesem Studien-Fleischwolf auf jeden Fall. Ich will jetzt arbeiten und Generation Praktikum und so. Nordrhein Westfahlen. Normal-Leben. Umziehn. Umziehn ist noch ne ganz andere Geschichte. Ist zwar nur eine Grenze dazwischen aber es graust mich schon. Ich denke einfach nicht daran und wenns dann ansteht ist es halb so wild. Wiedermal bei Null anfangen und nur seinen Geist, Laptop, ne Hose zum anziehen, eine Matraze und einen Kasten Bier für die Einweihungsfete mitnehmen. Alle email-Konten auf forward stellen und die Mails im Kreis zirkulieren lassen. Elektronischen Selbstmord begehen.»
-fdm
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